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DIN 18232: Rauch- und Wärmefreihaltung — Normen-Leitfaden

Die DIN 18232 ist die Grundnorm für Rauchabzugsanlagen in Deutschland. Dieser Ratgeber erklärt die Normenteile und zeigt, wann eine Simulation nötig wird.

Überblick: Die DIN-18232-Normenreihe

Die DIN 18232 regelt die Rauch- und Wärmefreihaltung in Gebäuden. Die Normenreihe umfasst mehrere Teile: Teil 2 für natürliche Rauchabzugsanlagen (NRA), Teil 5 für maschinelle Rauchabzugsanlagen (MRA) und seit 2024 Teil 10 mit Anforderungen an Dienstleister. Für viele Standardfälle reicht die tabellarische Bemessung — bei komplexen Geometrien wird eine Simulation nach VDI 6019 erforderlich.

Teil 2: Natürliche Rauchabzugsanlagen (NRA)

Teil 2 beschreibt die tabellarische Bemessung natürlicher Rauchabzugsanlagen. Die Öffnungsflächen werden anhand von Rauchabschnittsfläche, Raumhöhe und Brandlastkategorie aus Tabellen abgelesen. Dieses Verfahren eignet sich für regelmäßige, eingeschossige Räume mit Raumhöhen unter ca. 6 m.

Teil 5: Maschinelle Rauchabzugsanlagen (MRA)

Teil 5 regelt die Auslegung maschineller Entrauchungssysteme — Ventilatoren, Kanäle und Zuluftöffnungen. Die Dimensionierung erfolgt über Volumenströme und Druckverluste. Für Tiefgaragen mit Jet-Fan-Systemen reicht die tabellarische Methode nicht aus — hier ist eine CFD-Simulation Pflicht.

Wann reicht die tabellarische Bemessung nicht mehr aus?

Die Grenzen der DIN-18232-Tabellen werden erreicht bei: Rauchabschnittsflächen über 1.600 m², Raumhöhen über 6 m, asymmetrischen Grundrissen, Atrien über mehrere Geschosse, Versammlungsstätten und Sonderbauten. In diesen Fällen fordert die Norm den Übergang zum Ingenieurverfahren nach VDI 6019.

DIN 18232 vs. VDI 6019: Wann braucht es eine Simulation?

DIN 18232 und VDI 6019 ergänzen sich: Die DIN 18232 liefert tabellarische Standardlösungen, die VDI 6019 das Ingenieurverfahren für komplexe Fälle. In der Praxis wird die VDI 6019 immer häufiger gefordert — nicht nur bei Sonderbauten, sondern auch bei größeren Standardgebäuden, weil CFD-Nachweise detailliertere und wirtschaftlichere Lösungen ermöglichen.

RWA-Öffnungsflächen berechnen: Schritt-für-Schritt

Für eine Überschlagsberechnung nach DIN 18232: 1) Rauchabschnittsfläche bestimmen, 2) Raumhöhe und Brandlastkategorie festlegen, 3) aerodynamisch wirksame Öffnungsfläche aus Tabelle ablesen (ca. 1-2,5 % der Rauchabschnittsfläche je nach Brandlast), 4) Zuluftöffnungen dimensionieren (mindestens gleich groß). Unser Schnellcheck-Tool macht diese Berechnung automatisch.

Wie SmokeProof die DIN-18232-Grenze übernimmt

Wenn die tabellarische Bemessung nach DIN 18232 nicht ausreicht, übernimmt SmokeProof: Das Tool prüft automatisch, ob ein Ingenieurverfahren nach VDI 6019 erforderlich ist, und führt die CFD-Simulation in der Cloud durch. Der Übergang von Tabelle zu Simulation erfolgt nahtlos — ohne Softwarewechsel oder zusätzliche Einarbeitung.

Unser Schnellcheck zeigt Ihnen in 2 Minuten, ob eine tabellarische Bemessung ausreicht oder eine Simulation nötig ist.

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